Was sind ableistische Praktiken und Denkmuster? Wie wirken sie sich in der medizinischen und wissenschaftlichen Praxis aus? Und was können bzw. sollen Politik und Gesetzgebung tun, um Ableismus wirkungsvoll zu bekämpfen?

Antworten auf diese Fragen gibt ein thematischer Bericht der Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Das Bochumer Zentrum für Disability Studies legt den Bericht nun in deutscher Übersetzung vor – als Beitrag zur Diskussion und Bewusstseinsbildung zum Thema Ableismus.

Für große Erleichterung hatte unlängst die Triage-Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts insbesondere bei behinderten Menschen gesorgt.

Das breite mediale Echo auf den Beschluss hat aber auch gezeigt: Das Thema Triage ist keineswegs nur eine medizinische, sondern in erster Linie eine ethische, juristische und soziale Frage. Es bedarf daher einer gesamtgesellschaftlichen Debatte, die der Umsetzung des Beschlusses durch den Gesetzgeber vorausgeht.

Gusti Steiner hat die Demokratie in Deutschland weitergebracht. Bild: Rasso Bruckert

Der Dortmunder Sozialarbeiter Gusti Steiner ist in die Reihe „100 köpfe der demokratie“ aufgenommen worden. Er steht dort in einer Reihe mit Persönlichkeiten wie Konrad Adenauer, Willy Brandt, Erika Mann und weiteren prominenten Fördernden der Demokratie in Deutschland. Er habe sich für die Emanzipation und Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderung in Westdeutschland eingesetzt, begründet die Stiftung „Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus“ ihre Entscheidung.

Theresia Degener, Kathrin Römisch und Birgit Rothenberg beim BODYS-Talk, im Hintergrund ein BODYS-Poster zu 10 Jahre UNBRK und ein Poster vom Krüppeltribunal 1981

Zum 40. Jubiläum des legendären Krüppel-Tribunals diskutieren im Bochumer Zentrum für Disability Studies (BODYS) die Zeitzeuginnen Theresia Degener und Birgit Rothenberg mit Kathrin Römisch über das Ereignis aus Sicht der Disability Studies.