Der Disability Studies Review

  • stellt Publikationen auf dem Gebiet der Disability Studies vor,
  • verweist auf Neuerscheinungen sowie
  • grundlegende Arbeiten, die sich mit der UNBRK und deren Umsetzung beschäftigen.

 

Damit Ihnen auch von internationalen Forschungsergebnissen nichts entgeht, legen wir im Disability Studies Review einen besonderen Schwerpunkt auf englischsprachige Publikationen.

Disability Studies Review 1

Der folgende Text gibt einen Überblick über die Allgemeinen Bemerkungen Nr. 7 von 2018, die der Genfer Ausschuss der Vereinten Nationen für die Rechte von Menschen mit Behinderungen verabschiedet hat.

„Nichts über uns ohne uns“ – die Artikel 4 Absatz 3 und 33 Absatz 3 UN Behindertenrechtskonvention (UN BRK) formulieren das Motto der Behindertenbewegung. Entsprechend lautet der Titel der Allgemeinen Bemerkungen Nr. 7 des Ausschusses: „Über die Partizipation von Menschen mit Behinderungen, einschließlich Kindern mit Behinderungen, durch ihre Selbstvertretungsorganisationen bei der Umsetzung und Überwachung der Konvention“. In den Allgemeinen Bemerkungen Nr. 7 erklärt der Ausschuss, was Partizipation ist, wer das Recht auf Partizipation hat und wie Partizipation durchzuführen ist.

Literatur:

UN Committee on the Rights of Persons with Disabilities (2018): General Comment No. 7 (2018) on the participation of persons with disabilities, including children with disabilities, through their representative organizations, in the implementation and monitoring of the Convention, UN Doc. CRPD / C / GC / 7 vom 09.11.2018: Download

Allgemeine Bemerkung Nr. 7 des UN-Ausschusses für die Rechte von Menschen mit Behinderungen (deutsch): Download

Die deutsche Übersetzung dieser und anderer Allgemeiner Bemerkungen des UN-Fachausschusses (als PDF und Audio) finden Sie auf der Webseite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Information der Monitoringstelle UN-BRK (Deutsches Institut für Menschenrechte) zur Allgemeine Bemerkung Nr. 7 des UN-Ausschusses für die Rechte von Menschen mit Behinderungen: Download

Disability Studies Review 2

"Argumente gegen Vorurteile: Für ein selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Behinderungen" - so heißt eine Arbeitshilfe des European Network on Independent Living (kurz: ENIL) aus dem Jahr 2014.

Selbstbestimmt Leben ist das Gleiche wie selbstständig Leben.
Selbstbestimmt Leben ist nicht für alle geeignet. Heime werden immer gebraucht.
Selbstbestimmt Leben macht einsam.

Mit diesen und anderen Vorurteilen räumt die Arbeitshilfe auf.

Mit freundlicher Genehmigung von ENIL haben BODYS und Mensch zuerst e.V. nun diese Arbeitshilfe in Leichte Sprache übersetzt.

Die Broschüre in schwerer Sprache und vielen weiteren Sprachen können Sie auf der Webseite von ENIL herunterladen: https://enil.eu/resources/manuals/ .

Disability Studies Review 3

Die dritte Ausgabe entstand in Kooperation mit dem Transfernetzwerk S_inn und berichtet über gemeinsame Aktivitäten von BODYS und S_inn in Bezug auf Inklusion und Diversität an der Evangelischen Hochschule RWL.

Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung für die Themen Behinderung und Barrierefreiheit sowie Anerkennung von Vielfalt an den Hochschulen sind dringend notwendig. Aus Sicht der Autorinnen ist eine Orientierung an den Menschenrechten dabei essentiell. Der Beitrag stellt als konkrete Maßnahmen zur Umsetzung zwei Projekte vor: „Leitfaden Inklusive Veranstaltung“ sowie das Seminar „Inklusive Hochschule“, an denen unter anderen das Bochumer Zentrum für Disability Studies (BODYS) und das Transfernetzwerk Soziale Innovation (s_inn) beteiligt sind.

DS Review 3_Diversität und Inklusion an der EvH RWL (Word)
DS Review 3_Diversität und Inklusion an der EvH RWL (PDF)

Disability Studies Review 4

Ausgabe 4 des DS Reviews ist dem erfolgreichen Abschluss eines BODYS-Forschungsprojekts gewidmet. "Wahlmöglichkeiten sichern!" ... und Wohnwünsche von Menschen mit komplexer Behinderung und pflegerischem Unterstützungsbedarf feststellen - das waren Titel, Thema und Leitmotiv des Projekts.

In Zeiten von Covid 19 zeigen sich einmal mehr die negativen Seiten von Wohn- und Pflegeheimen - sie isolieren die Bewohner*innen von der Gemeinschaft, entziehen ihnen soziale Kontakte und können gar zur Todesfalle werden.
 
Nach Artikel 19 der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) haben alle Menschen mit Behinderung ein Recht auf selbstbestimmte Wahl ihres Wohnorts. Nach wie vor ist es aber so, dass Menschen mit komplexer Behinderung und umfassenden Unterstützungsbedarfen häufiger in Heimen leben als Menschen mit geringerem Unterstützungsbedarf - ohne dass klar ist, ob dies ihrem Wunsch entspricht. Hier setzte das Projekt "Wahlmöglichkeiten sichern!" an.

In einem partizipativen Prozess wurden Werkzeuge und Methoden entwickelt, Wohnwünsche zu erkennen und Wege in mehr Selbstbestimmung zu öffnen. Wohnwunschäußerung – so eine zentrale Erkenntnis des Projektes – passiert nicht einfach, sondern ist gemeinsame Arbeit, ein „Gemeinsamer Herstellungsprozess“, für den es methodische Kompetenzen, Perspektivenvielfalt, Zeit, Aufmerksamkeit und (Selbst-)Reflexion braucht.

Hier können Sie sich ausführlich über die das Projektteam, Hintergründe, Ziele und Ergebnisse von "Wahlmöglichkeiten sichern!" informieren:

Das Projekt "Wahlmöglichkeiten sichern!" war eine Kooperation von Stiftung Bethel.regional und Evangelischer Hochschule RWL.

Beteiligte:
Dr. Friederike Koch (Projektleitung von Bethel.regional); Projektmitarbeitende Bethel.regional: Christiane Wilking, Detlef Thiel-Rohwetter; Prof. Dr. Karin Tiesmeyer, Prof. Dr. Dieter Heitmann (Projektleitung BODYS/EvH RWL); BODYS-Mitarbeiter*innen Carina Bössing, Annika Kühl, Katrin Schrooten und Eva Weißhaupt; Prof. Dr. Gudrun Dobslaw (FH Bielefeld); Kooperation mit der der In der Gemeinde leben gGMbH

Gefördert wurde das Projekt von der Stiftung Wohlfahrtspflege.

Disability Studies Review 5

Auf dem Weg zu inklusiver Gleichheit: 10 Jahre UN-Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen

Anlässlich seines 10-jährigen Bestehens hat der UN-Fachausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen 2018 einen Bericht über seine Arbeit vorgelegt.

Kritisch und zeitnah will der Bericht seine Leser*innen mit der Arbeit des UN-Ausschusses vertraut machen und zu einem besseren Verständnis der Konvention führen. Der Bericht dient der Bewusstseinsbildung über das menschenrechtliche Modell von Behinderung, das in der UNBRK verankert ist, und er soll die Menschenrechtsbildung zum Thema Behinderung fördern.

Die Autorinnen des Berichts sind Prof. Dr. Theresia Degener und Marine Uldry. Der Bericht liegt in Englisch und Deutsch vor sowie jeweils in Easy Read / Leichter Sprache und in barrierefreien Formaten.

Deutsch

Auf dem Weg zu inklusiver Gleichheit (PDF)
Auf dem Weg zu inklusiver Gleichheit (Word)

Leichte Sprache (Bericht mit Wörter-Buch)

10 Jahre UN BRK-Ausschuss Leichte Sprache Bericht
10 Jahre UN BRK-Ausschuss Leichte Sprache Wörter-Buch

10 Jahre UN BRK-Ausschuss Leichte Sprache Bericht_barrierefrei
10 Jahre UN BRK-Ausschuss Leichte Sprache Wörter-Buch_barrierefrei

English & Easy Read

Towards inclusive equality: 10 years Committe on the Rights of Persons with Disabilities