Hier finden Sie Materialien zum Thema Intersektionalität. Nach und nach füllen wir die Themenblöcke mit:

  • Links zu thematisch passenden Menschenrechtsverträgen und -dokumenten,
  • Berichten und Studien,
  • Lesetipps,
  • Hinweisen zu Forschungsgruppen und zivilgesellschaftlichen Organisationen,
  • Aktuellem
  • und vielem mehr.

 

Aus Perspektive der Disability Studies bringt die Sammlung "Behinderung" in Zusammenhang mit anderen sozialen Kategorien, z.B. Gender, Migration, Alter, ökonomischer Status.

Die Themenblöcke sollen Ihnen die Orientierung erleichtern.

Was ist Intersektionalität?

Intersektionalität ist ein Begriff aus der Wissenschaft, die sich mit Diskriminierung und Identität beschäftigt. Er drückt aus, dass soziale Kategorien wie Geschlecht, Ethnizität, Alter, Behinderung, ökonomischer Status sich in einer Person überschneiden und gleichzeitig zusammenwirken. So entstehen ganz besondere Formen von Diskriminierung und Ausgrenzung. Man sagt dazu auch soziale Ungleichheit.

Ein Beispiel:
Behinderte Frauen erfahren mehrfache und mehrdimensionale Diskriminierung – aufgrund von Geschlecht und Behinderung. Das wird deutlich beim Thema Zwangssterilisation. Gegen ihren Willen werden Frauen unfruchtbar gemacht aufgrund einer Behinderung. Diese Form von Diskriminierung kann nicht allein mit der Verletzung von Frauenrechten oder mit der Verletzung von Rechten behinderter Menschen erklärt werden. Der Begriff Intersektionalität ermöglicht es, diese Ausgrenzungserfahrung umfassend zu beschreiben und zu verstehen.
Intersektionalität spielt aber nicht bei jeder Diskriminierung eine Rolle. Eine Rollstuhlfahrerin kann im Restaurant nicht zur Toilette gehen, weil der Zugang zur Toilette nur über Treppen möglich ist. In diesem Fall erfährt die Frau Diskriminierung als behinderte Person – unabhängig von ihrem Geschlecht.

Mit dem Begriff Intersektionalität können Forscher*innen noch besser untersuchen, wie die Wechselwirkung und das Zusammenspiel von sozialen Kategorien funktioniert und wie daraus soziale Ungleichheit entsteht.

Auf der virtuellen Forschungsplattform Portal Intersektionalität finden Sie noch mehr Informationen, Diskussionen und Texte aus Forschung, Lehre und Praxis.

Behinderung / Gender

Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (Istanbul-Konvention) Download

Istanbul-Konvention in Leichter Sprache Download

Instanbul Convention - Easy Read Download

Recht auf Schutz vor Gewalt Material aus BODYS-Schulung

Recht auf Gesundheit Material aus BODYS-Schulung

Women Enabled International: COVID-19 at the Intersection of Gender and Disability, Findings of a Global Human Rights Survey, March 2020 WEI_Findings  (PDF); full report: https://womenenabled.org/blog/covid-19-survey-findings/

Heike Raab: "Gender und Dis/Ability im Kontext von Hochschule" Bericht zum Vortrag am 18.6.2020

European Disability Forum (EDF) Women and Gender Equality

European Disability Forum Webinar zur Istanbul-Konvention (Video und Dokumente)

Suse - ein Projekt über den Zugang zum Recht für Frauen und Mädchen mit Behinderungen Projektseite

University of London Disability & Feminism Reading Group

Vorträge der Disability and Intersectionality Fall 2020 Speaker Series der Washington State University

Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft 2020/3: Schwerpunkt Inklusion und Intersektionalität in institutionellen Bildungskontexten

Frauen und HIV: "Gut begleitet" Hebammen und HIV, ein Film der Landesarbeitsgemeinschaft Frauen und HIV/Aids in NRW: https://www.youtube.com/watch?v=Go8n1nC0jrg&feature=youtu.be

EDF und CERMI: Ending forced sterilisation of women and girls with disabilities (Easy Read, barrierefreies PDF)

UN Women - Diskussionspapier Sexual harassment against women with disabilities in the world of work and on campus

EU Kommission Gender Equality Strategy

Gemeinsames Statement von UN-Fachausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen (CRPD) und UN-Fachausschuss zum Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW) Guaranteeing sexual and reproductive health and rights for all women, in particular women with disabilities (Word)

Gemeinsame Empfehlung von UN-Fachausschuss zum Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW) und UN-Fachausschuss für die Rechte des Kindes (CRC): Joint general recommendation No. 31 of the Committee on the Elimination of Discrimination against Women/general comment No. 18 of the Committee on the Rights of the Child on harmful practices, CEDAW/C/GC/31-CRC/C/GC/18

Inclusion Europe - Themenseite: Violence against women

4 kurze Videos aus dem Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben in Köln über Gewalt(erfahrungen), Selbtsbestimmt Leben, Gesundheitsversorgung für behinderte Frauen

Behinderung / Migration

Webinar "Disabled Refugees and Liberty" (by Independent Living Institute) Präsentation

Video "Von Respekt, Toleranz und anderen Wüschen. Behinderung und Migrationshintergrund" von H.-g. Heiden / ISL e.V. (2013) - Hier finden Sie außerdem einen Link zum Video in DGS und zu weiteren Formaten sowie Infos zur Entstehung des Films.

Vortrag "Das Recht auf Bildung intersektional umsetzen – Disability und Critical Race Studies in Education" von Prof. Dr. Swantje Köbsell, Professorin für Disability Studies, Alice Salomon Hochschule Berlin - ZeDiS-Ringvorlesung "Inklusion, Partizipation und Antidiskriminierung"

Vorträge der Disability and Intersectionality Fall 2020 Speaker Series der Washington State University

Behinderung / Alter

Deutsches Institut für Menschenrechte: Monitoring-Stelle UN-Kinderrechtskonvention

Umfrage der Initiative #CovidUnder19 zur Lage von Kindern weltweit während der Corona-Pandemie: https://www.qub.ac.uk/research-centres/CentreforChildrensRights/NewsEvents/COVIDUnder19-GlobalChildrensConsultation.html

Webinar "Aging with Disabilities" (by Independent Living Institute) Dokumentation

Behinderung / BIPoC

Maria Berghs & Simom M. Dyson (2020): Intersectionality and employment in the United Kingdom: Where are all the Black disabled people? in Disability & Society, DOI: 10.1080/09687599.2020.1829556